Das bürgerliche archäologische Museum von Desenzano del Garda, benannt nach Giovanni Rambotti, wurde 1990 eingeweiht. Die Idee, ein archäologisches Museum zur Vorgeschichte des Gardasees einzurichten, reifte bereits Anfang der 80er Jahre nach den wichtigen Ergebnissen der von Renato Perini im Lavagnone durchgeführten Ausgrabungen und der sensationellen Entdeckung eines fast vollständigen Pfluges aus der frühen Bronzezeit; die Wiedergewinnung von Materialien, die von den lokalen Enthusiasten in den zahlreichen Unterwasserhalden entlang des Südufers des Sees gesammelt wurden: Gabbiano di Manerba, Corno di Sotto, Porto Galeazzi, Lugana Vecchia und Maraschina; auf den Erwerb der Sammlung der Avv. Mosconi's Sammlung, die mit den Materialien gebildet wurde, die in Lavagnone zur Zeit der Torfgewinnung entdeckt wurden; die systematischen Oberflächensammlungen, die in Lavagnone während des periodischen Pflügens hauptsächlich von Ettore Merici durchgeführt wurden; die Aktivitäten der Archäologischen Gruppe von Desenzano (G.A.D.) und die Gruppe "La Palafitta" die mit eifriger Prospektion im Gebiet von Desenzano und Lonato zum ersten Mal die Existenz zahlreicher mesolithischer Fundstätten aufdeckte, die in der Gegend des moränischen Amphitheaters von Benaco verstreut liegen. Darüber hinaus bewahrt das Museum die Materialien auf, die bei den noch laufenden Ausgrabungen der Universität Mailand in der Pfahlbausiedlung des Lavagnone gefunden wurden.
In den letzten Jahren hat sich das Museum allmählich gewandelt und seine Sammlungen erweitert, wobei dem Phänomen der Pfahlbauten besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Die Ausstellungsfläche wurde durch die Einführung neuer Räume erweitert, die 2015 eröffnet wurden.
Das Museum von Desenzano hat aufgrund seiner geographischen Lage in einem Gebiet, das sehr reich an Zeugnissen aus der Bronzezeit ist, die aus den Pfahlbausiedlungen stammen, die Hauptfunktion, ein breites Panorama der prähistorischen Kulturen zu bieten, die in der Region Benacense folgten. Die Außergewöhnlichkeit des Gebietes, vielleicht das wichtigste in Europa, was die Feuchtgebiete von archäologischem Interesse betrifft, ergibt sich vor allem aus den Merkmalen der menschlichen Ablagerungen, die in einiger Entfernung vom Seeufer untergetaucht oder in den Mooren der untermeerischen Becken geschichtet sind, die dank ihrer anaeroben Bedingungen die Erhaltung von Artefakten aus organischem Material ermöglichen, wobei der Pflug Lavagnone das auffälligste Beispiel ist.