Im Archäologischen Stadtmuseum, das nach Giovanni Rambotti benannt ist, wird ein fast vollständiger Pflug aus dem Beginn der Bronzezeit (2000 v. Chr.) aufbewahrt, der als ältester Fund seiner Art in der Welt gilt. Wie alle Pflüge besteht der Pflug am Lavagnone aus drei Elementen: dem Stumpf-Vomer, d.h. dem Arbeitskörper; dem Bügel, d.h. dem Teil, mit dem das Instrument am Joch befestigt werden kann, und dem Stock, einer Art Ruder, mit dem die Richtung und Tiefe der Furchen gesteuert werden kann. Die Vielfalt der Form dieser drei Teile und die unterschiedliche Art und Weise, wie sie miteinander verbunden sind, bestimmen die Art des Pfluges. Das fragliche Exemplar gehört zum Typus "of Trittolemo", mit Bügel und Stumpfvomere in einem Stück. Die eigentliche Pflugschar, die nicht gefunden wurde, bestand ebenfalls aus Holz, das in eine leichte Nut an der Unterseite des Stumpfes eingesetzt wurde. Auch das Joch ist ein außergewöhnlicher Fund, da es zu den ältesten gehört, die bisher entdeckt wurden. Es wurde mit besonderer Sorgfalt und Eleganz gearbeitet und mit Hilfe von Bändern an der Stange befestigt, die an den drei in der Mitte der Stange vorhandenen Zähnen befestigt wurden, während das Leder durch die rechteckigen Löcher, die an den Seiten gebohrt wurden, das Tier an das Joch bindet. Ein Fragment eines ähnlichen Jochs wurde in Fiavé, im Trient der Giudicarie, im bebauten Gebiet der Pfahlbausiedlung aus dem Beginn der mittleren Bronzezeit gefunden.