Die Neue Synagoge in Berlin ist ein Gebäude im maurischen Stil, das von 1859 bis 1866 erbaut wurde. Sie wurde von Eduard Knoblauch entworfen, der die Fertigstellung jedoch nicht mehr erlebte. Die Synagoge wurde mit einer weithin sichtbaren großen Kuppel gebaut und verfügte über eine raffinierte Stahlkonstruktion der Emporen und des Daches. Sie bot 3.200 Menschen Platz und war das größte jüdische Gotteshaus in Deutschland. Bis 1933 war es das Zentrum der jüdischen Gemeinde für die 160.000 jüdischen Bürger Berlins. Leider wurde sie während der Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs stark beschädigt. Nach umfangreichen Reparatur- und Renovierungsarbeiten wurde die Neue Synagoge im Mai 1995 wiedereröffnet. Heute ist hier die Stiftung Centrum Judaicum beheimatet. Sie ist eine Einrichtung zur Bewahrung des jüdischen Gedächtnisses und der jüdischen Tradition und umfasst auch ein Museum. Ausstellungen zeichnen die Geschichte der Synagoge nach, und Führungen zeigen den Besuchern den offenen Raum hinter der restaurierten Fassade, der einst der Hauptraum der Synagoge war.