Etwa zwei Kilometer von Loro Ciuffenna (Ar) entfernt, nach einem Abstecher auf der Straße nach Setteponti, liegt das kleine Dorf Gropina mit der ältesten romanischen Pfarrkirche des Valdarno, die dem heiligen Petrus geweiht ist und zum Nationaldenkmal erklärt wurde, deren erste Aufzeichnungen auf das Jahr 780 zurückgehen. Die 45 m lange und 17 m breite Kirche wurde auf der antiken Römerstraße zwischen Arezzo und Fiesole erbaut, die weiter bergauf verlegt wurde als die heutige Via dei Sette Ponti. Einer bis heute erhaltenen Volkslegende zufolge wurde auf dem Hügel, auf dem sich die Kirche befindet, in vorchristlicher Zeit ein heidnischer Tempel errichtet, der der Göttin Diana, Tochter des Jupiter und der Latona und Schwester des Apollo, geweiht war. Der Ortsname "Gropina" ist wahrscheinlich etruskischen Ursprungs, und der heutige Tempel, der im 12. Jahrhundert in romanischer Zeit erbaut wurde, ist in ganz Italien bei Liebhabern von Kunst, Geschichte und religiöser Architektur bekannt. Sie hat eine Fassade aus großen Steinblöcken mit zwei einflügligen Fenstern, die den Seitenschiffen entsprechen, und einem zweibogigen Fenster über der Eingangstür. Auf dem Architrav der Tür ist die Jahreszahl 1422 zu sehen, die sich wahrscheinlich auf eine der Restaurierungsarbeiten bezieht, und das Wappen von Leo X., das die Jahreszahl 1522 trägt. Schon beim Eintreten wird man von zwei Säulenreihen begrüßt, die die Kirchenschiffe unterteilen und die klassischen sieben Gewölbe tragen, ein Detail, das fast allen Pfarrkirchen dieser Zeit gemeinsam ist, da es sich um eine biblische Zahl handelt. Die Zahl Sieben gilt als heilig, weil sie das Symbol Gottes ist, durch das seine Vollkommenheit und Vollständigkeit verkündet wird: Sie bezeichnet den siebten Tag, an dem er nach den sechs Schöpfungstagen ruhte, den Sabbat. Die drei Schiffe sind durch besondere Kapitelle gegliedert: In den linken Säulen erzählen sie Episoden aus dem Alten und Neuen Testament, in den rechten Säulen erinnern die Figuren an vorchristliche, etruskische und orientalische Kunst, während das Kirchenschiff von einem Giebeldach bedeckt ist, das von Holzbindern getragen wird. Die Apsis der Kirche ist halbkreisförmig und hat eine doppelte Säulenreihe.