Die abruzzesische "Porchetta" hat ihren Ursprung in der Provinz Teramo und teilweise in der Provinz Chieti, von wo aus sie sich in der gesamten Region verbreitet hat. Sie wird aus Schweinefleisch mit einem Lebendgewicht von 80-120 kg hergestellt. Der Schweineschlachtkörper wird auf eine leicht schräge Platte gelegt, wo er vollständig entbeint wird, wobei der Kopf unversehrt bleibt. Anschließend werden der Schwanz und die Fesseln an den Gelenken abgetrennt und das Tier wird blanchiert. Es wird ein zweites Mal blanchiert, und zwar in Salzwasser, in dem zuvor geschälte Knoblauchköpfe gekocht wurden. Der Tierkörper wird von innen und außen mit 2,5 kg ganz feinem Salz gesalzen. Zum Schluss wird er gleichmäßig mit Rosmarin und dem zum Kochen verwendeten Knoblauch bestreut, die beiden Ränder des Schlachtkörpers werden zusammengefügt und vernäht, und dann kann er 5-7 Stunden lang (je nach Gewicht des Schlachtkörpers) im Ofen (vorzugsweise in einem Holzofen) gebraten werden. Das Produkt wird direkt nach dem Kochen verzehrt und schmeckt am besten, wenn es noch heiß ist. Diese Art von Rezept hat historische Wurzeln und ist in der lokalen Tradition fest verankert. Es wird sogar in den historischen Statuen von Campli (Provinz Teramo) aus dem Jahr 1575 in Kapitel 26 von De gabellis erwähnt. Seit 1964 findet in dieser Stadt das älteste Porchetta-Fest der Abruzzen statt, das sowohl bei italienischen als auch bei ausländischen Besuchern beliebt ist. Das gebratene Spanferkel ist bei allen Festen und Veranstaltungen der Stadt zu finden und wird auch auf den lokalen Märkten der Abruzzen verkauft, wo man heiße "porchetta" oder "porchetta"-Sandwiches findet.