Die Schwäbische Burg von Bari ist eine imposante Festung aus dem dreizehnten Jahrhundert, die heute als Museum genutzt wird. Am Rande der Altstadt, in der Nähe des Hafengebiets und der Kathedrale gelegen, ist es mit seiner Masse eines der wichtigsten und berühmtesten Monumente der Stadt.
Das Schloss, das historisch dem Normannenkönig Roger II. zugeschrieben wird, wurde 1131 auf bereits bestehenden byzantinischen Wohnbauten errichtet und nach der harten Arbeit von Wilhelm I. dem Bösen zwischen 1233 und 1240 von Friedrich II. von Schwaben wiedererrichtet. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts führte Karl von Anjou ein Restaurierungsprogramm durch, das darauf abzielte, den Nordflügel des Schlosses zu verstärken, der damals direkt vom Meer umspült wurde. Der normannisch-schwäbische Kern hat einen trapezförmigen Grundriss mit einem zentralen Innenhof und drei hohen, rustikalen Ecktürmen. Geht man am südwestlichen Turm vorbei, der als Turm der Minoriten bekannt ist, weil er im 19. Jahrhundert den Gefängnisteil beherbergte, gelangt man zum ursprünglichen Eingang, dem Friedrichsportal, das in den zentralen Hof führt. Heute überblicken ihn drei Säle und eine kleine Kapelle mit klassischen Formen.
Im 16. Jahrhundert verwandelten Isabella D'Aragona und ihre Tochter Bona Sforza die Burg radikal und passten sie der Entwicklung der schweren Artillerie an, indem sie um den schwäbisch-normannischen Kern eine mächtige Umfassungsmauer errichteten und gleichzeitig das Innere der Anlage weicher gestalteten. In dieser Phase nimmt das Innere des Schlosses das Aussehen einer Renaissance-Residenz an, mit einer eleganten und landschaftlich reizvollen doppelten Treppe, die das Erdgeschoss mit den großen Sälen des Hauptgeschosses verbindet. In den folgenden Jahrhunderten, insbesondere während der Herrschaft der Bourbonen, wurde das Schloss im Wesentlichen aufgegeben und zunächst als Gefängnis und dann als Kaserne genutzt. Erst 1937 wurde es zum Sitz der Oberaufsichtsbehörde für Denkmäler und Schöne Künste Apuliens und der Basilikata.
Im Jahr 2017, nach Restaurierungs- und Musealisierungsarbeiten, werden die Büros der Superintendentur verlegt und das Schloss wird vollständig der öffentlichen Nutzung zurückgegeben.
In den Räumen des Westflügels im Erdgeschoss des Schlosses befindet sich die Gipsoteca, eine Sammlung von Gipsreproduktionen des bildhauerischen Apparats der wichtigsten Monumente und Kathedralen Apuliens, die 1911 von den Bildhauern Pasquale Duretti und Mario Sabatelli anlässlich der regionalen ethnographischen Ausstellung zum fünfzigsten Jahrestag der Einheit Italiens angefertigt wurde. Ebenfalls im Erdgeschoss können zwei kleine archäologische Ausgrabungsstätten besichtigt werden, in denen bereits vorhandene Strukturen aus der byzantinischen Zeit sichtbar sind.
Die jüngsten Restaurierungsarbeiten, die im Oktober 2017 abgeschlossen wurden, haben es ermöglicht, die gesamte Hauptetage des Schlosses wieder für das Publikum zu öffnen, dessen Räume nun für