Außerhalb des Schlosses, das die Villa überragt, steht die Pieve di San Leonardo e Maria, die bereits von Ottone III. in einem seiner Diplome aus dem Jahr 998 erwähnt wurde, mit dem er dem Bischof von Pistoia seine Besitztümer bestätigte. Ursprünglich der Jungfrau Maria und San Giovanni gewidmet, wurde es zu Beginn des 12. Jahrhunderts von der Gräfin Mathilde erweitert. Jahrhundert erfolgte die Weihe an St. Leonard. Die ursprüngliche Anlage wurde restauriert, aber nicht wesentlich verändert. Nahezu vollständig intakt sind die Seiten und der hintere Teil, der zwischen Apsiden von wertvoller Verarbeitung und lombardischer Rabeninspiration präsentiert, verziert mit einer Anordnung von einbogigen Spitzbogenfenstern mit Rundbogen und einer Krönung aus Hängebögen, die abwechselnd auf Pilaster oder einfache Regale gesetzt sind. Auf der linken Seite, ebenfalls mit Hängebögen verziert und mit eleganten einbogigen Fenstern versehen, steht der massive Glockenturm, ursprünglich ein Wachturm, der auf dem Verteidigungssystem der nahe gelegenen Burg bestand. An der Giebelfassade - der Portikus ist rückseitig angebaut - ist links der Gipsabdruck einer etruskischen Aschenurne zu sehen, die die Reise eines Magistrats auf einer Quadriga in die Unterwelt darstellt. Die Verwendung des Materials, das für den Bau der Gebäude dieser Zeit verwendet wurde, war sehr häufig: In der Pfarrkirche von Artimino gibt es auf der linken Seite weitere Zeugnisse, wo Abgüsse anderer Urnen zu sehen sind. Das Innere hat einen Hallenplan mit drei Schiffen, die auf Pfeilern mit Rundbögen ruhen und von gotischen Gewölben aus dem vierzehnten Jahrhundert bedeckt sind. Letztere, die Bartolo Riccardi zu verdanken sind, dessen Wappen in den Schlusssteinen zu sehen ist, verbergen das antike Holzdach und die romanischen einbogigen Fenster an den Seiten. Die Kirche beherbergt Werke der toskanischen Schule des 15. Jahrhunderts, unter denen die dem Agnolo di Polo zugeschriebenen und dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts zugeschriebenen Holzstatuen des heiligen Antonius des Abtes und eine dem Sieneser Domenico di Niccolò "dei Cori" zugeschriebene Statue des heiligen Leonard hervorstechen. Sowie ein Besuch in Terrakotta der Schule Della Robbia.