Am Anfang der Via Svevo steht der imposante Gasometer, der 1901 in der damaligen Via Broletto errichtet wurde, benannt nach dem gleichnamigen Tal, das der Adelsfamilie Giuliani gehörte und seit 1869 im Besitz von Giuseppe Millanich war. Ab der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts erlebte dieses Gebiet eine starke städtische und industrielle Entwicklung mit dem Bau von Werften und Industrien, wie z.B. dem Adriatic Naval Establishment, dem Trieste Technical Establishment und dem Lloyd's Arsenal. Jahrhunderts machte der Anstieg des Gasverbrauchs, sowohl des öffentlichen als auch des privaten, aufgrund der Ausdehnung der Stadt, eine Erweiterung der bestehenden Strukturen für diese Produktion notwendig (der erste, Usina Comunale del Gas, war bereits seit 1846 in Betrieb). Aus diesem Grund wurde der Bau eines neueren und größeren wasserdichten Gasometers im Bereich von Broletto geplant. 17435826Das Gebäude wurde von dem Bauingenieur Francesco Buonaffi entworfen und von der Azienda Comunale Elettricità Gas Acqua aus Triest in Auftrag gegeben. Die kreisförmige Struktur aus Stein und Eisen hat einen Durchmesser von 45 m und ist 35 m hoch, mit einer Kapazität von 20.000 Kubikmetern Gas. Der Gasometer ist vom "wasserdichten" Typ, auch "Wassertank" genannt, und hat eine Kuppel mit einem holzgetäfelten Innenraum, während die Außenseite zahlreiche kleine Fenster und eine Laterne mit einer Galerie und verschiedenen dekorativen Motiven aufweist. An der Fassade befinden sich 14 große, metallgerahmte Fenster und ein steinernes Manometer, das von einer Platte mit der Aufschrift "ADMCMII" gekrönt wird. Sie überstand die Bombardierungen von 1916, blieb aber während des Zweiten Weltkriegs inaktiv und wurde 1947 geschlossen. Im Gegensatz zu anderen ähnlichen Bauwerken wurde der Gasometer Broletto nicht abgerissen, sondern als Kulturgut geschützt, wobei nur die äußere Struktur erhalten blieb. Im Jahr 2007 wurde vorgeschlagen, es als Planetarium und Astronomiemuseum wiederherzustellen, eine Hypothese, die auf taube Ohren stieß.